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Social Media - und so...

Zu viele Stimmen, zu wenige Daten, zu viel Hype: Social Networks im Nebel unterschiedlicher Interessen.

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Vor kurzem kam uns die neue Social Networks 2010 Studie eines renommierten Marktforschungsinstitutes für Österreich in die Hände, aus der wir hier auszugsweise zitieren wollen. Die Ergebnisse der Studie, bei der 1.000 User online interviewt worden sind, decken sich in Vielem mit weiteren Teilstudien und Umfragen, die heuer erschienen sind. Sie legen - wie bereits von uns mehrfach propagiert - einen entspannten Umgang mit dem Thema Social Media nahe.

Die Studie geht von derzeit 5,4 Mio Internetusern in Österreich aus. Diese Zahlen decken sich mit dem aktuellen Forrester Forecast für Österreich. Von diesen Usern sind derzeit laut Studie 40% bei Facebook, 22 % bei Youtube, 10 bei % Xing und nur 3 bei % Twitter mit einem Konto angemeldet. 40% aller User geben dabei an, Youtube regelmäßig zu nützen (39% Facebook, 8% Xing, 3 % Twitter), wobei die Nutzungshäufigkeit zwischen täglich (hier führt Facebook mit 22%) und selten variiert.

Auffällig ist, dass in den Medien selten genannte Networks wie sms.at, myspace, netlog, szene1 oder uboot in Österreich teils über höhere Zugriffs-, Nutzungs-, Zufriedenheits- und Akzeptanzzahlen verzeichnen als die prominenteren Netzwerke und Infodienste. Die Studie verzichtet leider darauf, zwischen den Funktionsweisen und Erwartungshaltungen zu differenzieren, die von den jeweiligen Nutzern an die Netzwerke ihrer Wahl gestellt werden.

Ebensowenig wurde bisher untersucht, inwieweit sich Alter, Bildungsstand und soziale Integration auf die einzelne Networknutzung auswirken. In Österreich hat etwa Axel Maireder vom Publizistikinsitut der Universität Wien den Informationsdienst Twitter untersucht und festgestellt, dass dieser je nach Alters-, Bildungs- und Berufshintergrund völlig unterschiedlich genutzt wird.

Die für den Bereich Marketing und Kommunikation wichtigsten Zahlen regen darüber hinaus nochmals zum Nachdenken an. 92 % aller User (in Worten: zweiundneunzig) stehen Werbung, die sie im sozialen Netzwerk ihrer Wahl vorfinden entweder „neutral – nicht beachtend“ oder klar negativ gegenüber. Immer deutlicher mehren sich damit auch in Österreich die Anzeichen, dass soziale Netzwerke über ihren jeweiligen Nutzen konsumiert werden.

„Klassische Werbung“ wird in den Netzwerken dabei als notwendiges Übel gesehen und ignoriert oder überflogen. Daraus ist abzuleiten, dass für Social Network Nutzer die jeweiligen Likes, Banner und sonstigen Einschaltung von ebenso geringem oder großem Interesse sind wie Anzeigen für Tageszeitungsleser. Für den derzeit immer noch bestehenden Hype über social media als werblichen Alleskönner besteht immer weniger Grund. Social Media sind „normal“ geworden, Werbekampagnen in sozialen Medien werden es ebenso.

Während sich dieser Blog noch öfter jenen Parametern widmen wird, die gute und weniger gute elektronische Werbekampagnen voneinander unterscheiden, scheint schon jetzt klar, dass Meinungsforschungsinstitute dem Thema „Digitale Kommunikation“ noch bei weitem mehr Tiefe widmen müssen als dies bisher der Fall ist. Die kolportierten knapp 1.000 EUR für obige Studie sind jedenfalls eine nur teilweise befriedigende Investition.



Mo, 23.08.2010 Web 2.0InteractiveMarketingSocial Media
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