Unter dem Titel „Chaos rocks the Ad World“ beschreibt das Businessmagazin „Fast Company“ in seiner aktuellen Ausgabe in bunten Bildern das unweigerliche Auseinanderfallen der großen Werbe- und Mediaagenturen und beschreibt chaotische Szenen, die sich in den Etagen der etablierten US-Werbehäuser abspielen. Seit Mediamarkt vergangene Woche in Deutschland bekannt gab, dass sich das Unternehmen von seiner Agentur getrennt habe, um neue Agenturmodelle zu prüfen, ist klar, dass „die Welle“ alternativer Herangehensweisen im Marketing auch am europäischen Festland und konkret im deutschsprachigen Raum angekommen ist. Großkonzerne wie P&G setzen in den USA mittlerweile auf Assignments und beschäftigen bis zu 20 Spezialistenagenturen, um den neuen Anforderungen im Marketing gerecht zu werden. „Wir glauben nicht mehr daran, dass eine Agentur alle unsere Anforderungen erfüllen kann“, so die Verantwortlichen bei P&G, die mit dieser Herangehensweise besser auf unterschiedliche Kanäle, unterschiedliche Kundengruppen und neue technologiebasierte Anwendungen reagieren wollen. Kunden individuell anzusprechen (d.h. tatsächlich individuell!) sei eine derzeit noch schwierige, insgesamt aber im Trend liegende Aufgabe, die das one-fits-all Marketing der letzten Jahrzehnte für immer ablösen wird, meinen auch hierzulande immer mehr Marketer im persönlichen Gespräch. „The Future of Advertising“ ist übrigens auch der Titel einer hochinteressanten fünftägigen Insight-Reise nach Boston, New York und Washington, die von der AWO Aussenhandelsstelle New York für Mitte März geplant ist. Neugierige Marketingverantwortliche können in den Firmenzentralen von Google, Razorfish, am MIT und an vielen anderen interessanten Stationen einen Blick darauf werfen, was uns im Marketing künftig erwarten wird und Hintergrundgespräche mit Entwicklern, Entscheidungsträgern und Marketern führen. Bei Interesse bitte melden, Prädikat: extrem empfehlenswert!
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