Der informelle Gedankenaustausch mit Marketingverantwortlichen großer österreichischer Unternehmen liegt in der Natur unseres Jobs. In letzter Zeit bemerken wir dabei vermehrt, wie rasch die Gespräche bei den Rahmenbedingungen landen, unter denen Marketing- und Kommunikationsleiter derzeit zu arbeiten haben. Immer höherer Arbeitsdruck, dazu der Riesenbereich der digitalen Kommunikation, gleichbleibende, sinkende oder nur gering erhöhte Ressourcen, zahlreiche Zusatzaufgaben sowie ganze Pakete an interner Überzeugungsarbeit (die eigentlich nicht mehr nötig sein sollte und zusätzliche Kapazitäten abverlangt), machen selbst den besten Leuten das Leben schwer. Es wurde schon zigmal argumentiert, dass Marketingausgaben tatsächlich Kommunikationsinvestitionen sind, aber in Österreich beherrschen die Zweifler und Aufschieber leider immer noch das Geschehen. "Bringt des wirklich wos?" ist so eine Frage, die de facto immer mitschwingt, wenn es um die Budgets geht. Dass es sinnvolle und sinnlose Marketinginvestitionen gibt, ist klar und oft Thema unserer Blogs, die generelle Infragestellung des Investitionscharakters schadet der Marke aber langfristig. Kommunikation ist Investition und daß es sich dabei nicht einfach nur um eine Behauptung handelt, zeigt eine eindrucksvolle Studie von BrandZ.
BrandZ hat einen "Aktienkorb" zusammengestellt, der das BrandZ Markenportfolio, einen Mix der 100 weltweit stärksten Marken (bzw. Unternehmen) punktgenau abbildet. Im Korb sind Marken wie Apple, IBM, Google, BMW, Gillette, H&M, DHL, Volkswagen und viele andere, deren Markenstärke BrandZ entsprechend einer genauen Matrix einmal jährlich bewertet. Das Ergebnis: die BrandZ-Aktien der 100 Top Marken schneiden gegenüber dem S&P500 Index zwischen 2006 und 2012 (!) um fast 40% besser ab (zur Grafik / zur Methodik).
Kommunikationsausgaben sind selbstverständlich eine Investition und es gibt heute zahlreiche Möglichkeiten, diese Investition unter den bestmöglichen kontrollierten Rahmenbedingungen durchzuführen. Vorstände und Controller sollten ihren Kommunikations- und Marketingverantwortlichen daher das Pouvoir an Budgets und Ressourcen zuteilen, das diese benötigen, um den gestiegenen und komplexen Kommunikationsanforderungen unserer Zeit (Marketing, Digital, Employer Branding, CSR, usw., usw.) gerecht zu werden. Tun Sie es nicht, fällt das Unternehmen gegenüber Mitbewerbern zurück. Die 100 Fallbeispiele aus dem neuen BrandZ Ranking sollten als Argument genügen.
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