Wer hat in Österreich das Sagen?
Gemeinsam mit dem renommierten Online Research-Institut Marketagent.com haben wir das branchenspezifische Konsumentenverhalten vor einem Einkauf unter die Lupe genommen. Im Zeitraum 30. Mai bis 6. Juni 2008 wurden dazu mittels Computer Assisted Web Interviews (CAWI) 500 Interviews unter webaktiven Österreichern zwischen 14 und 59 Jahren durchgeführt. Mehrfachnennungen waren möglich.
Im Zentrum unseres Interesses stand die Frage, wem Österreichs Konsumenten vor einer Einkaufsentscheidung am ehesten vertrauen und woher vorab relevante Informationen bezogen werden. Vorab erste Ergebnisse, die gesamte Studie steht am Ende des Blogs zum Download.
Bevorzugte vor-Kauf Informationsquellen
Das Vertrauen in Familie, Freunde und Fachexperten überholt bislang klassische Werbeinstrumente wie TV und Radio bei weitem. Die Spitzenreiter: Über 40 % der Studienteilnehmer sehen Freunde und Verwandte als vertrauenswürdigste Quelle, dicht gefolgt von Fachpersonal mit 37 % und Fachzeitschriften mit knapp 35 %. Danach folgt bereits das Internet mit 13,2 %, der Nennung fast gleichauf mit Flugblättern und Magazinen.
Im Vergleich dazu die klassischen Werbeformen als Schlusslichter: Fernsehen, Radio und Tageszeitungen mit jeweils nur ca. 7,0 % rangieren am Ende der Nennskala.
Welche Informationsquellen jeweils vor einer Kaufentscheidung in Anspruch genommen werden hängt von der Branche ab.
So informieren sich die Konsumenten beim Kauf von Sportartikeln, Elektrogeräten oder Autos am liebsten bei geschultem Fachpersonal, im Mode- und Buchhandel dominieren jedoch Prospekte und Flugblätter. Auch im Sportfachhandel und Elektrofachhandel ist der Prozentanteil für Informationsbeschaffung mittels Flugblatt sehr hoch. Als zweite Informationsquelle geben die meisten Studienteilnehmer Freunde/Verwandte an, schließlich ist hier ja auch das Vertrauen am höchsten. TV und Fernsehen erzielt als Informationsquelle seinen besten Wert in der Telekommunikationsbranche, rangiert mit 26,2% aber dennoch erst auf Platz 5 aller Nennungen hinter Fachpersonal mit Platz 1 (43,8%).
Den sozialen Wert des Kunden erkennen.
Wie schon andernorts beschrieben, sind Kunden keine Inseln, sondern Teil eines sozialen Netzwerkes, welches stark zur Meinungsbildung und in Folge dessen zur Kaufentscheidungen beiträgt. Unsere erste Consumerfocus Studie beweist dies eindrucksvoll.
Branchenspezifische Unterschiede sind zwar erkennbar, jedoch beraten sich mehr als ein Drittel der Befragten zumindest mit einer Person, ca. ein Viertel sogar mit 2 Personen. In den kommenden Wochen wollen wir in diesem Blog weitere Schlussfolgerungen ziehen und laden schon jetzt zur angeregten Diskussion.
Die gesamte Studie finden Sie hier zum Download: Consumerfocus0708
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