Red Bull, NEWS und die Wirtschaftskammer tun es. Manche internationale Unternehmen tun es. Heimische Unternehmen sind allerdings noch nicht überzeugt: Inhousing. Immer mehr Unternehmen sourcen Kreativ- und bisherige Agenturleistungen wieder zurück ins Unternehmen. Die neue back-to-the roots Bewegung im Marketing hat jedoch nicht nur monetäre Hintergründe.
Zunehmend komplexer werdende Aufgaben, Echtzeitkontakte zwischen Unternehmen und Konsumenten in sozialen Netzwerken, steigende Bedürfnisse nach Kontinuität und Wissensmanagement sowie die erhöhte Arbeitsbelastung in mit Marketing und Kommunikation beschäftigten Abteilungen zählen zu den wesentlichsten Gründen für das Inhousing von Aufgaben, die zuvor von Externen und Agenturen durchgeführt wurden. Gegen hausinterne Lösungen sprechen Zweifel an der Kreativität und Leistungsbereitschaft "interner Agenturen". Befürchtungen, daß eine Inhouseagentur zum "Banner & Folderbereitstellungsamt" wird, sind jedoch unbegründet, wenn gutes Personal beschäftigt wird und leistungsbezogene Incentives für ein produktives Umfeld sorgen.
Immerhin 86% der befragten Marketingverantwortlichen in Unternehmen, die länger als 5 Jahre mit einer Inhouseagentur arbeiten, geben an, daß die Agentur bessere Arbeit liefere, als dies am Markt der Fall wäre. Immerhin 4% aller Inhouseagenturen sind auch mit Fremddienstleistungen am freien Markt erfolgreich und 59% aller Inhouseagenturen arbeiten erfolgsbasiert (und sind zufrieden damit).
Die Zahlen stammen aus einer empfehlenswerten Studie des Marktbeobachters Forrester Research, die sich näher mit Erfahrungen, Motivationen und Vor- und Nachteilen von Insourcing für Unternehmen beschäftigt.
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