Neueste Zahlen des Bostoner Market & Mediaanalysten Forrester Research zeigen, dass europäische Unternehmen langsam aber sicher Strategien für digitale Kommunikation aufbauen sollten. Zu den Zahlen des aktuellen Forrester Forecasts: für Österreich wird ein Anwachsen der online-Population auf 6,3 Mio User erwartet, davon werden zwei Drittel, also 4,1 Millionen User Online-Buyer sein, die im Schnitt bis 2015 EUR 2.316.- im Web ausgeben (2009 waren es EUR 1.273.-). Innerhalb des Anteils europäischer Erwachsener, die das Web als Informationsquelle vor einem Kauf nützen, gibt es je nach Branche ebenfalls schon eindrucksvolle Daten: In der Reisebranche starten 63% dieser User ihre Recherche im Web, unglaubliche 50% schließen dann auch ab (Hotel, Flug, etc.), im Bereich Computerhardware liegt das Verhältnis bei 59% zu 36%, consumer electronics (51%/29%), event tickets (47%/38%), Mobiltelefone (41%/24%), Videos/DVDs (39%/33%), Bücher (32%/26%) und als Schlusslicht Bekleidung und Kosmetik mit 16%/11% bzw. 15%/10%. Quer über alle Branchen starten 38% aller User ihre Recherche im Netz, 27% aller User schließen dann tatsächlich ab. Tendenz steigend. Wer die Daten genauer betrachtet, bemerkt, dass „digitale Kommunikation“ nicht bedeutet, ein Facebook- oder Twitterprofil anzulegen und hier oder dort einen Banner zu schalten. Denn wenn – wie etwa im Reisesektor – bereits über 50% der informationssuchenden Onlineuser sowohl Kaufentscheidungen als auch Einkäufe selbst via Web tätigen, ist sowohl ein radikales Umdenken der gesamten Marketingstrategie sowie eine Neuausrichtung der Marketingorganisation notwendig.
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