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25.05.2019: https://www.pointoforigin.at//Blog_Innovation_Culture.htm

Innovation Culture

25.02.2019 | Predictions 2019

von Katrin Mittendrein
Head of Cultural Transformation

Viele internationale Firmen, aber auch Startups zeigen uns bereits seit einigen Jahren auf, wie essenziell Veränderungskompetenz und flexible Organisationsstrukturen im Zeitalter der Digitalisierung und Globalisierung sind. Der kulturelle Wandel und das Umdenken zum innovativen und agilen Mindset sind in Zeiten der permanenten und radikalen Veränderung unumgänglich geworden.

Für viele traditionelle Unternehmen ist genau das aber eine der größten Herausforderungen und tatsächlich sehr schwierig in der praktischen Umsetzung. Gleichzeitig sind diese festgefahrenen Muster aber der Grund, warum große zeit -und kostenintensive Digitalisierungsprojekte nicht erfolgreich umgesetzt und nicht langfristig im Unternehmen implementiert werden können.

Im letzten Jahr galten Themen wie Kultur- und Werteentwicklung, Mindset Shift und Change Management eher als Buzz Words. Das ändert sich derzeit drastisch und diese Begriffe beschreiben konkrete Inhalte, sie werden ein fester Bestandteil in Unternehmensstrategien und ein wichtiger Teil der Digitalisierungsprojekte. Die Themen werden skalierbar und somit konkreter und nachvollziehbarer.

Wie schaut das in der Praxis aus? Welche realen Cases und Trends 2019 relevant sind und wie man mit dem Transformationsprozess im eigenen Unternehmen startet, lesen Sie in den nächsten Zeilen:

Internationale Megatrends - Was erwartet uns in der Zukunft?

Future of Work:

Digitale Endgeräte ermöglichen es uns heute, von jedem Ort der Welt aus zu arbeiten, immer und überall auf Informationen zuzugreifen und uns zu jeder Zeit gezielt weiterzubilden. Das hat natürlich Einfluss auf die Anforderungen der Arbeitnehmer. Digitale Nomaden bevorzugen flexible und ortsunabhängige Arbeitsmodelle, Micro Jobber nehmen nur noch fragmentierte Tätigkeiten auf Projektbasis an.

Future of Education:

Auch der Bildungsbereich profitiert von neuen Möglichkeiten der Wissensvermittlung. Spielerische Anwendungen machen bereits Kindergartenkinder mit den Grundlagen des Programmierens vertraut, Studenten besuchen ihre Vorlesungen virtuell, und Erwachsene bilden sich durch Kurse an der Online-Universität weiter. Neben der Hyperspezialisierung prägt der Einzug der Künstlichen Intelligenz die Welt der Wissensvermittlung.

Für Unternehmen wird nicht nur das Wissen von, sondern auch das über die Mitarbeiter zum Wettbewerbsfaktor. Wer arbeitet wie und wann besonders gut, welche Teamzusammenstellung ergibt am meisten Sinn und welche neuen Mitarbeiter brauchen wir – diese Fragen werden in Zukunft nicht mehr nach Bauchgefühl entschieden, sondern mithilfe strategischer Datenanalysen und Algorithmen beantwortet.

Einsatz von neuen Technologien:

·          AI & VR optimieren den Recruitingprozess:

Die Hotelkette Hyatt hat das Programm „RiseHY“ lanciert, das junge Menschen mittels virtueller Realität und Gamingelementen durch den Rekrutierungsprozess führt. Das Unternehmen will bis zum Jahr 2025 ganze 10.000 Menschen im Alter von 16 bis 24 Jahren einstellen. Über das Programm wird den Nutzern in einer virtuellen Tour der Arbeitsalltag in einem Hotel vermittelt. Besteht Interesse, können die Nutzer ein spielerisches Online-Assessment absolvieren, wobei sie mithilfe künstlicher Intelligenz auf spezifische Fähigkeiten hin bewertet werden.

 ·         Onboarding, Training & Weiterentwicklung via VR Anwendungen:

Ein etwas skurriles Beispiel stammt aus der Lebensmittelindustrie, konkret von der Fast Food Kette KFC, die für das Onboarding ihrer Mitarbeiter mit dem Virtual-Reality-Trainingsprogramm „The Hard Way“ arbeitet. Die Mitarbeiter werden virtuell in einen Escaperaum eingeschlossen und bekommen Tipps vom CEO. Nur die Mitarbeiter, die die einzelnen Arbeitsschritte am Ende richtig wiederholen, können aus dem virtuellen Raum entkommen und erhalten abschließend ein virtuelles Zertifikat für das erfolgreich absolvierte Training. Über Collaboration und Gamification wird den neuen Mitarbeitern das nötige Wissen beigebracht. Dasselbe Programm wird auch häufig für eLearnings, interne Weiterbildungen oder Umschulungen genutzt.

 ·         AR – Kollaborationsplattformen für Teams:

Das US-amerikanische Start-up Spatial Systems hat eine Augmented-Reality-Kollaborationsplattform entwickelt, die es Teams ermöglicht, von jedem Standort aus in Echtzeit mit anderen zusammenzuarbeiten. Dafür setzen die Nutzer eine AR-Brille auf und scannen den Raum, woraufhin andere Mitarbeiter die digitalisierte Umgebung betreten können. Selbst ohne AR-Brille können Mitarbeiter sich per Webcam oder Smartphone-Kamera hinzuschalten. Internationale Unternehmen wie zB: H&M setzen diese Technologien bereits ein, um länderübergreifende Projekte, mit weniger Dienstreisen abwickeln zu können und internationale Teams oder Remote Teams effizienter managen zu können.

Durch diese technologischen Entwicklungen ergeben sich unzählig viele neue Chancen und Möglichkeiten für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Jedoch müssen auch viele Veränderungen in die Wege geleitet werden, neue Wege des Recruitings angedacht und innovative Modelle der Personalentwicklung definiert werden. Es werden völlig neue Berufsfelder eröffnet. Die Art, wie wir arbeiten, wird neu definiert. Innovative Ansätze wie Design Thinking, agiles Projektmanagement, Lean Management, Prototyping etc. sind aus dem Business Development nicht mehr wegzudenken.

Was zeichnet eine gute Unternehmenskultur aus?

Um einen guten Überblick zu bekommen, welche Maßnahmen andere Unternehmen bereits treffen, haben wir einige Best Practice Cases aus den unterschiedlichen Branchen gesammelt:

Airbnb ist eines der ersten Unternehmen, die einen „Chief Employee Experience Officer“ eingestellt haben. Die Mitarbeiter stehen an erster Stelle – das spiegelt sich auch in den Unternehmenswerten wider. Das Feedback der Mitarbeiter wird bei Produktentwicklungen herangezogen. Die Arbeitsumgebung und -zeiten passen sich den jeweiligen Bedürfnissen der Mitarbeiter an und auch im Recruiting wird bereits darauf geachtet, dass die Werteinstellungen der Mitarbeiter mit denen des Unternehmens harmonieren.

Bei Facebook & Google zeichnet sich die Unternehmenskultur durch eine stark ausgeprägte „Work Environment“ aus. Das heißt, dass die Mitarbeiter sämtliche Alltagsbedürfnisse und Dienstleistungen wie Sport, Einkäufe, Verpflegung, Massagen etc. direkt in der Arbeit erledigen können. Durch „Social Zones“ wird auch Platz für Privates und soziale Kontakte während der Arbeitszeit geschaffen. Das Enablement der Mitarbeiter, die sogenannten Motivatoren, werden sehr individuell in Form von Benefits aktiviert und auf persönliche Bedürfnisse und Anforderungen abgestimmt.

In dieser Masse an Möglichkeiten ist es sehr wichtig, die für das eigene Unternehmen und die eigenen Mitarbeiter richtigen Maßnahmen und Tools auszuwählen und diese gezielt einzusetzen. Dazu gibt es unterschiedliche Analysemethoden und Workshopformate. Unser Beratungsportfolio in Sachen Cultural Transformation finden Sie unter: https://www.pointoforigin.at/de/Leistungen/Cultural-Transformation.htm

Quellen: https://tool.trendexplorer.com/de/megatrend/1_future_work

Marketing Consulting & Consumer Intelligence GmbH
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