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Digitale Entwicklung braucht Regeln

14.03.2018 | Perspektiven, Fortschritte und Gefahren von AI Live von der SXSW 2018

von Andreas Hladky
Gründer

So gut wie alle großen Technologieunternehmen arbeiten derzeit an Lösungen für das kommende „screenlose“ Zeitalter, also den Moment, wo wir kein Tablet, Phone oder ein sonstiges Ding benötigen, um unsere digitalen Geschäfte zu erledigen. Die treibende Kraft hinter dieser Entwicklung sind intelligente, mitlernende Algorithmen, auch bekannt unter „artificial intelligence“. Einige solcher Anwendungen sind bereits da, zum Beispiel, wenn sie mit ihrem Handy ins Auto steigen und dieses plötzlich den Weg zum Ziel anzeigt, obwohl sie dieses noch gar nicht eingegeben haben.

In den nächsten Jahren dürfen wir aber in so gut wie allen Bereichen sogenannte „assistive systems“ erwarten. Die Idee ist, dass die Systeme lernen, was wir brauchen oder wollen und dies automatisch vorschlagen. Wie schon an anderer Stelle erwähnt, sind solche Anwendungen an sich sehr einfach zu bauen, da wir Menschen sehr gut vorhersagbar sind. Wir gehen nicht jeden Tag woanders schlafen, arbeiten oder essen (Ausnahmen sind möglich), wir kaufen nicht täglich völlig unterschiedliche Dinge im Supermarkt.

Beim Programmieren dieser Algorithmen kann allerdings vieles daneben gehen. Ein großes Thema bei der heurigen SXSW 2018, der größten Digitalkonferenz der Welt waren sogenannte „runaway Algorithmen“, also Berechnungen, die auf ein bestimmtes Ziel ausgerichtet sind. Beispiel ist der Engagement Algorithmus von Facebook, der weltweit individuelle „News-„ und „Lebensblasen“ geschaffen hat. Da es täglich 7 Milliarden Updates auf Facebook gibt, können Menschen diesen Algorithmus nun nicht mehr so einfach einfangen. Ähnliche Probleme haben Google (Relevanzalgorithmus), UBER (Entfernungs- und Daueralgorithmus) und Adnetzwerke (irrelevante Werbung verfolgt den User über mehrere Webseiten).

„Intelligente Algorithmen benötigen Menschen, die mit Verantwortung programmieren und denken und nicht einfach ohne nachzudenken Aufträge des Business umsetzen“, meinten etwa SXSW Speaker Elon Musk oder Chelsea Manning. Ob die Geister die man rief, so einfach eingefangen werden können, stünde jedoch in den Sternen: „der Wunsch nach Effizienz, Optimierung oder Vereinfachung folgt einem generellen Trend, der nur noch schwer einzufangen ist. Der „tipping point“ dieser Entwicklung sei schon lange vorbei, meinte Manning.

Wir selbst sehen in vielen Bereichen, dass auf artificial intelligence basierende Assistenzsysteme etwa in der Medizin und im täglichen Leben enorme Vorteile bringen. Wie diese Systeme jedoch programmiert werden, sollte in einem Regelwerk festgelegt werden, also einem code of conduct für Entwickler. So gut wie alle Bereiche des Lebens sind reguliert, um Menschen vor Gefahren zu schützen (z.B. Arbeitsrecht, Flugsicherung, Bauordnung etc.), digitale Entwicklung braucht solche Regeln ebenso - und das eher heute als morgen.

Marketing Consulting & Consumer Intelligence GmbH
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