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10.12.2018: https://www.pointoforigin.at//digitale_huerden_e_commerce.htm

Digitale Hürden

24.09.2018 | im österreichischen E-Commerce

von Andreas Hladky
Gründer

Mitten in den Sommer platzte die Nachricht von der Schließung des Merkur Online Shops. Es scheint auf den ersten Blick ungewöhnlich, in einer Zeit der digitalen Business Modelle, E-Commerce Stores zuzusperren. Was ist passiert? Merkur verfügt über ein umfassendes Sortiment und eine wirtschaftlich durchaus gut aufgestellte Kundenstruktur, zudem hatte sich Merkur eine gewisse Positionierung im B2B Geschäft erarbeitet.

Im Falle von Merkur spielen konzerninterne Überlegungen in Zusammenhang mit Billa online natürlich noch eine größere Rolle, aber: hätte Merkur als Standalone Store eine Chance gehabt? Betreiber von großen Webshops sehen sich in Österreich einem Standort Dilemma gegenüber: die Deckungsbeiträge spielen die Aufbau- und Betreiberkosten kaum herein.

Vor etwa einem Jahr gingen wir mit dem Statement in die Öffentlichkeit, dass ein E-Commerce Shop alleine keine Digitalisierungsstrategie darstellt - und dieser Eindruck verfestigt sich immer mehr. E-Commerce Projekte ohne Gesamtstrategie können gerade für österreichische Händler zum Millionengrab werden, da der österreichische Markt allein zu klein für kombinierte Vertriebsmodelle ist, in denen der Store neben den physischen Geschäften einfach nur da ist.

Ohne Blick auf die strategische Ausrichtung, die Businesschancen der Digitalisierung (Digitization) und eine Integration der Digitalstrategie in die Prozesse der physischen Organisation bleibt die E-Commerce Initiative vielerorts am Boden. Die puren Zugriffszahlen und Storeumsätze in Österreich können eine fehlende Gesamtstrategie nicht retten oder auffangen, da unser Land dafür schlicht zu klein und der Wettbewerb bereits jetzt zu groß ist.

Gut strukturierte E-Commerce Strategien umfassen daher klare Aussagen zur Rolle des Stores in der Gesamtorganisation, gehen das Thema Internationalisierung aktiv an und beinhalten neue und einzigartige „digital only“ Differentiatoren, die es am Markt so noch nicht gibt. Die bruchstückhafte Herangehensweise an zentrale Fragen der Digitalisierung ist für den aktuellen E-Commerce Blues verantwortlich und sollte zugunsten umfassender und vor allem detaillierter Zukunftsvisionen (keine Krankheit) in den Mülleimer digitalen Managements wandern. Die Digitalisierung ist vor allem eine Chance und kein unangenehmer Zustand, den man mitlebt, weil es auch alle anderen tun. Eine positive Auseinandersetzung mit ihr bringt dann jene Erfolge, die im E-Commerce andernfalls ausbleiben.

Marketing Consulting & Consumer Intelligence GmbH
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